Der Prozess – vom bestehenden Möbel zur persönlichen Möbelkunst

klassisk træskab før restaurering – møbelkunst by Laden

Bei by Laden beginnt jedes Möbel als bestehendes Objekt, das durch einen sorgfältigen und sinnlichen Prozess in Möbelkunst und handbemalte, einzigartige Stücke verwandelt wird. Der Prozess orientiert sich an Form, Geschichte und Potenzial des Möbelstücks.

Hier erhalten Sie Einblick in die Transformation zu persönlicher Möbelkunst – mit Respekt für Handwerk, Materialien und Nutzung.

Das Möbel wurde in einem Secondhandladen gefunden. Es trug deutliche Spuren eines früheren Lebens und besaß dennoch eine starke Form und Präsenz.

Trotz früherer Eingriffe war das ursprüngliche Handwerk erkennbar. Es war deutlich, dass das Möbel einst mit Sorgfalt gefertigt wurde – und es wert war, neu interpretiert zu werden.

Hier kannst du den Prozess verfolgen – vom Moment, in dem das Möbel in der Werkstatt ankommt.

Demontage und Wiederaufbau

Das Möbel wird in seine einzelnen Teile zerlegt, sodass Verbindungen und Konstruktion in Ruhe und mit vollem Überblick geprüft werden können. In dieser Phase entsteht die Grundlage für das weitere Leben des Möbels, in der Stabilität und Funktion mit Respekt für das ursprüngliche Handwerk wiederhergestellt werden. Hier übernimmt das Handwerk erneut die Führung und bildet die Basis für die Möbelkunst, die im weiteren Verlauf entsteht.

In diesem Fall war das Möbel insgesamt in gutem Zustand, und die meisten Verbindungen hatten ihre Stabilität über die Zeit hinweg bewahrt. Vor allem die Rückseite erforderte eine sorgfältige Restaurierung, bei der einzelne Verbindungen verstärkt und angepasst wurden. Die Arbeit wird mit Präzision und Feingefühl ausgeführt, sodass die Konstruktion wieder stabil, ausgewogen und bereit ist, Teil eines neuen Möbelkunstwerks mit eigener Präsenz zu werden.

Diese Phase dient nicht dazu, die ursprüngliche Struktur zu verändern, sondern sie zu sichern und zu stärken. Es ist ein ruhiger und grundlegender Teil des Prozesses, in dem das bestehende Möbel gefestigt und verfeinert wird, sodass es die Transformation zu handbemalter, einzigartiger Möbelkunst mit dauerhafter Qualität und Charakter tragen kann.

Vorbereitung der Oberflächen und des Finishs

Jedes einzelne Element wird sorgfältig geprüft, bei Bedarf gespachtelt und behutsam geschliffen, bevor es für die Spritzlackierung vorbereitet wird. Es ist ein zeitaufwendiger und präziser Prozess, bei dem jede Fläche und jeder Übergang Aufmerksamkeit erhält. In dieser Phase entsteht die Grundlage für Qualität und damit auch die Basis für den späteren Ausdruck der Möbelkunst.

Wird dieser Schritt zu schnell ausgeführt, können Unebenheiten später unter der Oberfläche wieder sichtbar werden. Bei by Laden arbeiten wir mit einem langfristigen Anspruch und schaffen handbemalte, einzigartige Möbel, die ihre Qualität und ihr Erscheinungsbild über viele Jahre hinweg bewahren. Hier zeigt sich der Unterschied zwischen reiner Oberflächenbehandlung und wirklicher Möbelkunst.

Gleichzeitig wird bewusst entschieden, welche Spuren der Vergangenheit erhalten bleiben und welche verfeinert werden. In diesem Fall erforderte insbesondere die Oberfläche besondere Aufmerksamkeit, geprägt durch frühere Eingriffe. Ziel war eine tiefe, fast klavierartige Oberfläche, in der sich Licht und Raum spiegeln und die so zu einem aktiven Bestandteil des gesamten Möbelkunstwerks wird.

Schicht für Schicht – wenn die Oberfläche Form annimmt

Nach der Vorbereitung beginnt die Grundierung. Es wird ein speziell entwickelter Holzprimer verwendet, der sowohl als Sperrschicht als auch als Basis für den weiteren Aufbau der Oberfläche dient. Er sorgt dafür, dass natürliche Farbtöne, frühere Behandlungen und Spuren alter Beschichtungen nicht durchschlagen und schafft eine stabile Grundlage für die weitere Arbeit an der Möbelkunst.

Die Grundierung wird in mehreren Schichten mit Zwischenschliff aufgetragen. Dieser langsame und präzise Prozess ist entscheidend für Haltbarkeit und visuelle Ausgewogenheit, da sich die Oberfläche schrittweise verfeinert. In dieser Phase entsteht das technische Fundament, das den späteren Ausdruck trägt.

Anschließend wird die Farbe Schicht für Schicht aufgetragen, wodurch die neue Identität des Möbels allmählich sichtbar wird. Eine PU-Emaille sorgt für eine ruhige und gleichmäßige Oberfläche, die sensibel auf Licht reagiert. Durch das wiederholte Aufbauen und Schleifen entstehen Tiefe, Klarheit und Harmonie, sodass die Oberfläche eine ruhige, aber prägnante Präsenz erhält.

Zusammen ergeben diese Schichten eine Oberfläche, die zugleich weich und lebendig wirkt. Ausgewählte Spuren der Vergangenheit bleiben erhalten und erinnern daran, dass der neue Ausdruck auf einer bestehenden Geschichte aufbaut – und das Möbel so in ein vollständiges Möbelkunstwerk überführt wird.

Ausgewählte Details und die Arbeit mit Schlagmetall

Ausgewählte Elemente des Möbels erhalten nach der Grundierung eine andere Behandlung als die übrigen Flächen. In diesem Fall sind es Säulen, Kapitelle und ausgewählte Ornamente an der Front, die separat bearbeitet werden. Es sind Details, die sowohl Geschichte als auch architektonischen Charakter tragen und daher im Gesamtprozess der Möbelkunst besondere Aufmerksamkeit erfordern.

Die Kapitelle werden mit Blattgold behandelt, während Säulen und weitere Ornamente Blattkupfer erhalten. Vor dem Auftragen des Schlagmetalls werden die Oberflächen mit gold- und kupferfarbener Metalllackierung gespritzt, wodurch eine ruhige und gleichmäßige Grundlage für die weiteren Arbeitsschritte entsteht. Diese Basis ermöglicht es, die folgenden Schichten mit Präzision, Tiefe und Balance aufzubauen.

Das Schlagmetall wird in mehreren Durchgängen aufgetragen, meist in drei bis vier Schichten. Ziel ist es, dass klar erkennbar und spürbar bleibt, dass mit Blattmetall gearbeitet wurde – ohne dass das Ergebnis zu perfekt wirkt. Eine gewisse Unregelmäßigkeit ist bewusst gewollt, da sie das Gefühl von Zeit, Nutzung und Geschichte bewahrt. Werden Oberflächen zu perfekt, verliert sich die erzählerische Qualität des Möbels.

Nach Abschluss des Schlagmetallprozesses werden die behandelten Bereiche mit einer dünnen Schicht Klarlack versiegelt. Anschließend werden die Oberflächen behutsam zwischengeschliffen, sodass die Struktur des Schlagmetalls gemildert wird, ohne zu verschwinden. Die abschließenden Lackschichten erzeugen eine glatte, glänzende und widerstandsfähige Oberfläche – pflegeleicht und zugleich reich an Spuren des Prozesses, in dem Handwerk und Möbelkunst zusammenfinden.

Eine neue Tischplatte – wo Kunst und Möbel miteinander verschmelzen

Da die ursprüngliche Tischplatte zu stark beschädigt war, um erhalten zu werden, entschieden wir uns in diesem Fall, eine neue Erzählung auf der Oberfläche entstehen zu lassen. Anstatt sie lediglich zu ersetzen, wurde sie zur Möglichkeit, eine neue Ebene hinzuzufügen – sodass die Transformation selbst Teil der Möbelkunst wird.

Unter den Gemälden, die wir normalerweise in Unikat-Tabletts verwandeln, fanden wir ein Landschaftsgemälde von I. Wolff. Das Bild war insgesamt in gutem Zustand, mit einigen Abplatzungen an den Rändern. Da das Format größer als die Tischplatte war, konnten wir das Motiv beschneiden und zugleich den visuellen Ausdruck stärken. Die Farben des Gemäldes traten klar hervor und harmonierten natürlich mit den gewählten Farben des Möbels, sodass es sich als integraler Bestandteil des gesamten Möbelkunstwerks einfügte.

Nach dem Zuschnitt wurde das Gemälde auf eine Hartfaserplatte geklebt – wiederverwendet von der Rückseite eines alten IKEA-Schranks – und anschließend in Künstler-Epoxidharz eingegossen. Das Epoxidharz ist eine sehr klare und widerstandsfähige Zweikomponentenlösung, die das Gemälde schützt und der Oberfläche zusätzliche Tiefe verleiht. Nach dem Aushärten wurde die Platte exakt zugeschnitten, sodass sie sich präzise in die Tischplatte einfügte.

Nach sorgfältigem Schleifen von Oberfläche und Kanten erhielt die neue Platte eine Blattgoldkante. Diese markiert bewusst, dass es sich um eine neue Ergänzung handelt – eine weitere Schicht Geschichte, die auf das Bestehende gelegt wird. Vor der Montage wurde die Oberfläche mit Klarlack behandelt, sodass die Goldkante bereits geglättet und geschützt war, bevor die abschließenden Schichten aufgebaut wurden.

Das eingegossene Gemälde, nun von Gold gerahmt, wurde anschließend auf der Tischplatte montiert. Auf diese Weise wurden die Schwächen der ursprünglichen Oberfläche nicht nur behoben – sie wurden zum Ausgangspunkt einer neuen Erzählung, in der Möbel und Kunst zu einem gemeinsamen Ausdruck verschmelzen und das Objekt vollständig zur Möbelkunst wird.

Epoxid-Klarlack – Tiefe, Glanz und lange Haltbarkeit

Darauf folgt einer der entscheidendsten Schritte in der Transformation. Das gesamte Möbel wird mit einem zweikomponentigen Epoxid-Klarlack versehen – ein Prozess, der höchste Präzision und volle Aufmerksamkeit erfordert. In dieser Phase beginnen die neuen Farben des Möbels wirklich zu wirken, gewinnen an Tiefe, Klarheit und Glanz und fügen sich zu einer Oberfläche zusammen, die Teil der gesamten Möbelkunst wird.

Wir haben uns bewusst für Epoxid-Klarlack entschieden, da er im Gegensatz zu alkydharzbasierten Lacken nicht vergilbt. In seiner Struktur ist der Lack vergleichbar mit dem, der im Automobilbereich verwendet wird, und erzeugt eine äußerst widerstandsfähige und langlebige Oberfläche. Ein wesentlicher Vorteil besteht darin, dass die Oberfläche später leicht angeschliffen und poliert werden kann, falls durch die Nutzung Kratzer oder Spuren entstehen, ohne dass der Ausdruck der Möbelkunst verloren geht.

Um eine lange Lebensdauer zu gewährleisten, wird die Oberfläche Schicht für Schicht aufgebaut. Das Möbel erhält in der Regel zwischen sechs und acht Lackschichten mit Zwischenschliff – deutlich mehr, als man beispielsweise im Automobilbereich üblich ist. Dadurch entsteht eine Lackstärke, die es ermöglicht, die Oberfläche über viele Jahre hinweg zu pflegen und aufzufrischen, ohne Tiefe oder Ausgewogenheit zu verlieren.

Der Epoxid-Klarlack ist zudem UV-beständig und hitzebeständig. Er hält einer dauerhaften Belastung von etwa 60–80 Grad stand und kann kurzfristig auch höheren Temperaturen widerstehen. Dadurch behalten die Farben ihre Klarheit und Intensität – auch in hellen Räumen mit viel Tageslicht, in denen die Oberfläche weiterhin ruhig und lebendig wirkt.

Die Verarbeitung von Epoxidharz ist Fachleuten vorbehalten. Sie erfordert geeignete Schutzmaßnahmen, leistungsfähige Filtersysteme und umfassende Erfahrung. Es handelt sich nicht um einen Prozess für den Heimgebrauch, sondern um ein Handwerk, das unter kontrollierten Bedingungen ausgeführt werden muss – dort, wo Material, Technik und Möbelkunst zu einem dauerhaften Gesamtwerk zusammenfinden.

Montage, Ganzheit und ein Möbel mit Achtsamkeit

Sobald alle Oberflächen fertiggestellt sind, wird das Möbel wieder zusammengesetzt. Es ist ein zeitaufwendiger Prozess, der Ruhe, Präzision und Respekt für die bereits im Material vorhandene Arbeit erfordert. Die originalen, oft geschlitzten Schrauben werden wiederverwendet, und die Montage erfolgt von Hand, um die Integrität und den Charakter der ursprünglichen Konstruktion zu bewahren. In dieser Phase fügt sich das Möbel Schritt für Schritt zu einem Gesamtwerk der Möbelkunst zusammen.

Mit Ausnahme weniger kleiner Stifte werden in dieser Phase nur sehr wenige neue Materialien hinzugefügt: Spachtelmasse, Farbe und Klarlack. Der Rest stammt aus dem ursprünglichen Möbel oder aus anderen wiederverwendeten Materialien. Dadurch bleibt die materielle Kontinuität und Herkunft erhalten, auch wenn der Ausdruck erneuert und in eine neue Form von Möbelkunst überführt wird.

Das Ergebnis ist ein starkes Schreinerstück, das – abgesehen von den bewusst erhaltenen Spuren – stabil, belastbar und für viele Jahre Nutzung geschaffen ist. Es unterscheidet sich von industriell gefertigten Lösungen dadurch, dass es Gebrauch, Zeit und wiederholte Ortswechsel überstehen kann, ohne an Charakter oder Qualität zu verlieren.

Das nennen wir ein Möbel mit omtanke – ein Werk, in dem Handwerk, Material und Möbelkunst zu einem beständigen und zusammenhängenden Ausdruck finden.

Das fertige Möbel

Nach Abschluss aller Prozesse fügt sich die Arbeit im fertigen Möbel zusammen. Hier treffen Farben, Oberflächen, Details und Materialien zu einer Einheit zusammen, in der Funktion und Ausdruck sorgfältig aufeinander abgestimmt sind. In diesem Zusammenspiel tritt das Möbel vollständig als Möbelkunst hervor – nicht nur als Objekt, sondern als Teil eines Raumes und einer Atmosphäre.

Die Bilder zeigen das Möbel im fertigen Zustand – bereit, Teil eines neuen Raumes und eines neuen Alltags zu werden. Ein Möbel, das Spuren der Vergangenheit in sich trägt und zugleich einen neuen Ausdruck vermittelt, in dem Handwerk, Farbe und Möbelkunst zu einer Form vereint sind, die Bestand hat und mit dem Leben wächst.

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